Chaos bei Alibaba: Qwen-Gründer und Top-Forscher verlassen das AI-Team

Chaos bei Alibaba: Qwen-Gründer und Top-Forscher verlassen das AI-Team

Drama in Chinas AI-Szene: Junyang Lin, der leitende Forscher hinter Alibabas Qwen-Modellen, hat gestern Nacht seinen Rücktritt auf X angekündigt. Mit ihm gehen mehrere Schlüsselfiguren des Teams.

"me stepping down. bye my beloved qwen." – Mit diesen Worten hat Lin um 00:11 Uhr Pekinger Zeit seine Karriere bei Alibaba beendet. Die AI-Community ist schockiert.

Lin war der Architekt von Qwens Open-Weight-Strategie. Unter seiner Führung wurde Qwen zu einem der erfolgreichsten Open-Source-AI-Projekte weltweit – direkt konkurrenzfähig mit Meta's Llama und Mistral.

Der Auslöser soll eine interne Umstrukturierung gewesen sein. Gerüchten zufolge wurde ein neuer Manager von Googles Gemini-Team eingesetzt und über Lin's Kopf hinweg installiert.

Mit Lin gehen weitere Kernfiguren: Binyuan Hui (Qwen-Coder), Bowen Yu (Post-Training-Forschung), Kaixin Li (Qwen 3.5/VL/Coder) und "viele junge Forscher". Das ist ein Massenexodus.

Alibaba-CEO Wu Yongming hielt heute ein Notfall-Meeting mit dem Qwen-Team ab. Das Unternehmen versteht offenbar die Bedeutung der Situation.

Das Timing ist katastrophal. Qwen 3.5, das erst vor wenigen Wochen erschien, gilt als außergewöhnlich gut. Das 397B-Modell und seine kleineren Geschwister sind bei Entwicklern extrem beliebt.

Wohin Lin und sein Team gehen, ist unklar. Ein eigenes Startup? Zu einem Konkurrenten? Die gesamte AI-Industrie beobachtet die Situation mit Spannung.