Anthropic verhandelt wieder mit dem Pentagon – und teilt gegen OpenAI aus
Die AI-Soap geht weiter: Anthropic-CEO Dario Amodei hat laut Financial Times die Gespräche mit dem Pentagon wieder aufgenommen. Nach wochenlangem Drama um die Massenüberwachungs-Klausel könnte es doch noch zu einem Deal kommen.
Der Hintergrund: Das Pentagon wollte eine Passage streichen, die explizit die "Analyse von massenhaft gesammelten Daten" verbietet – genau das Szenario, vor dem Anthropic am meisten Angst hatte. Anthropic weigerte sich.
Die Reaktion war heftig: Das Verteidigungsministerium drohte, Anthropic als "Lieferketten-Risiko" einzustufen – normalerweise eine Bezeichnung für chinesische Unternehmen. Trump ordnete an, alle Bundesbehörden sollten aufhören, Anthropic zu nutzen.
Aber es gibt eine sechsmonatige Übergangsphase. Pikant: In dieser Zeit nutzte das Militär Anthropics AI laut Berichten für den Angriff auf den Iran.
In einem internen Memo teilte Amodei kräftig gegen OpenAI aus: Die Darstellung des Konkurrenten sei "einfach gelogen". Er deutete an, dass ein Grund für Anthropics Probleme sei, dass er Trump nicht "diktatorenmäßig" gelobt habe wie Sam Altman.
OpenAI hatte nach Anthropics Ausfall schnell einen eigenen Pentagon-Deal verkündet. Altman versprach später, die Massenüberwachungs-Klausel nachträglich hinzuzufügen – aber nicht für Amerikaner, wohlgemerkt.
Das Ergebnis der ganzen Kontroverse? Claude stürmte an die Spitze der App-Store-Charts und überholte ChatGPT. Manchmal ist schlechte PR eben doch gute PR.