Digitale Unabhängigkeit: Dänemark schmeißt Microsoft raus
Die dänische Regierung macht ernst: Eine wichtige Behörde hat angekündigt, sich komplett von Microsoft-Produkten zu trennen. Der Grund? Digitale Souveränität.
Die Digitalverwaltung Dänemarks will weg von Word, Excel, Outlook und der gesamten Microsoft-Cloud. Stattdessen sollen Open-Source-Alternativen und europäische Cloud-Lösungen zum Einsatz kommen. Ein mutiger Schritt, der in der EU aufmerksam beobachtet wird.
Die Entscheidung ist Teil einer größeren Bewegung: Immer mehr europäische Regierungen stellen sich die Frage, ob kritische Infrastruktur wirklich von US-Konzernen abhängig sein sollte. Die Antwort aus Kopenhagen ist eindeutig: Nein.
Microsoft dürfte das nicht gefallen. Der Public-Sector-Markt ist für den Konzern extrem lukrativ – Regierungskunden zahlen gut und wechseln selten. Dass ausgerechnet ein skandinavisches Land, traditionell tech-affin und wohlhabend, den Absprung wagt, könnte Signalwirkung haben.
Die USA reagieren bereits: Das State Department hat Diplomaten angewiesen, weltweit gegen solche "Data Sovereignty"-Initiativen zu arbeiten. Die Botschaft: Washington sieht die digitale Dominanz amerikanischer Tech-Konzerne als strategisches Interesse.
Für Deutschland und andere EU-Länder ist das interessant: Wird man dem dänischen Beispiel folgen? Oder bleibt man im Microsoft-Universum gefangen? Die Debatte um digitale Souveränität dürfte jedenfalls lauter werden.