Absurd: Musks DOGE nutzte ChatGPT um Kultur-Förderungen zu streichen

Absurd: Musks DOGE nutzte ChatGPT um Kultur-Förderungen zu streichen

Es klingt wie Satire, ist aber Realität: Elon Musks DOGE-Agentur hat ChatGPT benutzt, um zu entscheiden, welche Kulturförderungen gestrichen werden. Laut New York Times wurden Grants der National Endowment for the Humanities mit einem simplen Prompt gecancelt.

Der Prompt? "Bezieht sich das Folgende in irgendeiner Weise auf D.E.I.? Antworte faktisch in weniger als 120 Zeichen. Beginne mit Ja oder Nein." – Keine inhaltliche Prüfung, keine Experteneinschätzung. Nur ein Chatbot mit einer Ja/Nein-Frage.

Die Ergebnisse waren entsprechend willkürlich. Kurze Internet-Zusammenfassungen wurden in die KI gefüttert, und basierend auf der Antwort wurden Millionen-Förderungen gestrichen. "Bizarre" nennt selbst die NYT die Resultate.

Das ist KI-Governance im Worst Case: komplexe kulturelle Entscheidungen an ein Tool ausgelagert, das nicht mal den Kontext versteht. Die Grants finanzieren Forschung, Bildung, historische Projekte – alles reduziert auf einen 120-Zeichen-Check.

Die Ironie: Ausgerechnet die Tech-Bros, die sonst vor "AI slop" warnen, setzen KI für kritische Regierungsentscheidungen ein. DOGE selbst ist inzwischen aufgelöst – aber der Schaden an der Kulturlandschaft bleibt.