Epic vs. Google: Beide Seiten ziehen Supreme Court-Antrag zurück – Fortnite kehrt zu Google Play zurück

Epic vs. Google: Beide Seiten ziehen Supreme Court-Antrag zurück – Fortnite kehrt zu Google Play zurück

Der jahrelange Rechtsstreit zwischen Epic Games und Google hat eine überraschende Wendung genommen: Beide Parteien haben gemeinsam beantragt, ihre Berufung vor dem Supreme Court der Vereinigten Staaten zurückzuziehen. Das bedeutet, dass der Fall nicht vom höchsten Gericht des Landes verhandelt wird.

Gemäß Regel 46.1 des Supreme Court wird der Clerk bei übereinstimmendem schriftlichem Antrag beider Parteien automatisch einen Abweisungsbeschluss erlassen – ohne weitere Prüfung durch das Gericht. Diese Vereinbarung wurde gestern eingereicht und beendet damit die Hoffnung auf eine grundlegende Entscheidung zur App-Store-Monopolisierung.

Was das konkret bedeutet: Die ursprüngliche Entscheidung zugunsten von Epic bleibt bestehen. Google muss sein Android-App-Store-Monopol lockern und alternative App-Stores sowie Zahlungsmethoden zulassen. Die kartellrechtlichen Auflagen aus dem Epic-Verfahren werden umgesetzt.

Die große Neuigkeit für Gamer: Fortnite kehrt weltweit zu Google Play zurück. Epic Games CEO Tim Sweeney feierte die Entwicklung als Sieg für Entwickler und Verbraucher. Nach Jahren der Exklusivität auf Sideloading oder dem Epic Games Store können Android-Nutzer Fortnite jetzt wieder direkt über den Play Store installieren.

Google hat außerdem angekündigt, seine App-Store-Gebühren von 30% auf 20% zu senken – eine direkte Folge des Gerichtsverfahrens. Das neue "Games Level Up Program" und "Apps Experience Program" sollen Entwicklern mehr Flexibilität bei der Monetarisierung geben.

Für die Tech-Industrie ist dies ein Meilenstein: Der Fall hat gezeigt, dass selbst die mächtigsten Plattformen kartellrechtlich zur Rechenschaft gezogen werden können. Andere App-Store-Betreiber – einschließlich Apple – werden die Entwicklung genau beobachten.