Intel startet 18A-Ära: Neuer Xeon 6+ mit 288 Kernen für Datacenter
Intel hat offiziell seine Xeon 6+ Prozessoren vorgestellt – und damit sein Make-or-Break-18A-Fertigungsverfahren in die Datacenter-Welt gebracht. Das Flaggschiff: Ein Monster mit 288 Kernen.
Die technischen Daten sind beeindruckend: 12 Kanäle DDR5-8000-Speicher, Foveros Direct 3D-Packaging und eine Multi-Chip-Architektur, die Intel aus der Defensive bringen soll.
Für Intel geht es um alles. Die 18A-Node ist der wichtigste technologische Meilenstein seit Jahren. Nach den Verzögerungen bei 10nm und 7nm muss dieser Prozess liefern – sonst droht Intel endgültig den Anschluss an TSMC und Samsung zu verlieren.
Die Server-CPUs zielen direkt auf den AI-Datacenter-Markt, wo Nvidia mit seinen GPUs dominiert. Intel positioniert die Xeon 6+ als kostengünstige Alternative für Inferenz-Workloads, die nicht die volle Power einer H100 brauchen.
Interessant: Kurz zuvor wurde bekannt, dass Intel-Chairman Frank Yeary zurücktritt. Craig Barrett übernimmt den Vorstandsvorsitz. Der Führungswechsel mitten im wichtigsten Produktlaunch seit Jahren ist ein Zeichen für die Turbulenzen beim Chipriesen.
Die Auslieferung startet im Q2 2026. Ob Intel mit 18A tatsächlich wieder konkurrenzfähig wird, werden die Benchmark-Tests zeigen. Für das Comeback braucht es mehr als beeindruckende Kernzahlen.