MrBeast-Mitarbeiter wettet auf eigene Videos – Kalshi greift durch
Die Prediction-Market-Plattform Kalshi hat einen Video-Editor von MrBeast wegen Insider Trading gesperrt und mit einer Geldstrafe belegt. Der Vorwurf: Er wettete auf YouTube-Videos, von denen er wusste, wann und wie sie performen würden.
Kalshi, die von der CFTC regulierte Plattform für Ereigniswetten, macht damit erstmals Enforcement-Fälle öffentlich. Neben dem MrBeast-Mitarbeiter wurde auch ein politischer Kandidat aus Kalifornien erwischt, der auf seine eigene Kampagne wettete.
Das Problem bei Prediction Markets ist klar: Wer Insider-Wissen hat, kann leicht Geld verdienen. Ein MrBeast-Editor weiß genau, wann das nächste Video kommt, welchen Titel es hat und wie viele Views es vermutlich bekommen wird. Perfekte Bedingungen für risikolose Wetten.
Kalshi hat die Fälle an die CFTC weitergeleitet – die US-Behörde, die normalerweise Rohstoff- und Futures-Märkte überwacht. Ob strafrechtliche Konsequenzen folgen, ist noch unklar. Aber die Botschaft ist deutlich: Prediction Markets nehmen Marktmanipulation ernst.
Für MrBeast selbst dürfte das peinlich sein: Der größte YouTuber der Welt, dessen Imperium auf dem Image von Großzügigkeit und Fairness aufgebaut ist, hat einen Mitarbeiter, der das System ausnutzt. Bisher hat sich weder MrBeast noch sein Team öffentlich geäußert.
Der Fall zeigt auch die Schattenseiten des Prediction-Market-Booms. Je mehr Märkte es gibt – von Wahlen über Wetter bis YouTube-Views – desto mehr Möglichkeiten für Insider, ihr Wissen zu Geld zu machen. Kalshi muss beweisen, dass sie das in den Griff bekommen.