OpenAI entwickelt eigenes Code-Repository: Direkte Konkurrenz zu Microsoft-Tochter GitHub
Die Tech-Welt steht vor einer neuen Rivalität: OpenAI arbeitet an einem eigenen Code-Repository, das in direkte Konkurrenz zu GitHub treten soll. Die Ironie? GitHub gehört Microsoft – einem Unternehmen, das Milliarden in OpenAI investiert hat.
Der Auslöser für das Projekt sollen wiederholte Ausfälle von GitHub in den vergangenen Monaten gewesen sein. Für OpenAI, dessen gesamte Entwicklung auf der Plattform stattfindet, war das offenbar ein inakzeptables Risiko.
Das Repository befindet sich noch in einer frühen Entwicklungsphase. Laut Insidern wird es Monate dauern, bis ein funktionsfähiges Produkt steht. OpenAI erwägt, die Plattform zunächst nur für interne Zwecke und später für zahlende Kunden zu öffnen.
Die Implikationen sind enorm. GitHub ist der unangefochtene Standard für Code-Hosting, mit über 100 Millionen Entwicklern weltweit. OpenAI glaubt offenbar, das besser machen zu können – vermutlich mit tiefer KI-Integration.
Für Microsoft ist das ein heikler Moment. Das Unternehmen hat über 13 Milliarden Dollar in OpenAI gesteckt, ist aber gleichzeitig auf die Einnahmen von GitHub angewiesen. Ein Konkurrenzprodukt aus dem eigenen Investment-Portfolio? Peinlich.
OpenAI hat sich noch nicht öffentlich zu dem Projekt geäußert. Aber die Richtung ist klar: Sam Altman will unabhängiger werden – von Infrastruktur, von Partnern, von allem.
Die Frage ist nur: Wie reagiert Microsoft, wenn der Schoßhund anfängt zu beißen?