Perplexity "Computer": Die KI, die für dich arbeiten soll
Die AI-Wars eskalieren: Perplexity, bisher bekannt als clevere Suchmaschine mit KI-Power, hat heute "Computer" vorgestellt – eine Plattform, die aus mehreren spezialisierten KI-Agenten einen "General Purpose Digital Worker" machen soll.
Was heißt das konkret? Computer ist keine einzelne KI, sondern ein Verbund von Sub-Agenten. Ein Agent recherchiert, einer programmiert, einer erinnert sich an Kontexte, einer erstellt Dokumente. Zusammen sollen sie komplexe Aufgaben übernehmen können, die bisher nur Menschen oder teure Spezialisten erledigen.
Perplexity positioniert Computer direkt zwischen OpenClaw – dem populären Open-Source-AI-Agent – und Anthropics Claude Cowork. Der Unterschied: Computer läuft komplett in Perplexitys Cloud und ist eng mit ihrer Suchinfrastruktur verzahnt. Die Agenten können in Echtzeit auf aktuelle Informationen zugreifen.
Die Use Cases, die Perplexity bewirbt, sind ambitioniert: Marktrecherche durchführen, Code-Projekte managen, Meetings zusammenfassen und Follow-ups verschicken, Reiseplanung komplett durchführen. Alles delegierbar, alles automatisiert – zumindest in der Theorie.
Kritiker sind skeptisch. AI-Agenten haben sich bisher als unzuverlässig erwiesen – sie halluzinieren, machen Fehler, verlieren den Kontext. Perplexity verspricht, das durch ihre Multi-Agent-Architektur gelöst zu haben: Wenn ein Agent unsicher ist, fragt er einen anderen.
Der Preis? Noch unklar. Perplexity sagt nur, dass Computer zunächst für Pro-Subscriber verfügbar sein wird, mit einer Warteliste für Neukunden. Wer jetzt schon Perplexity Pro nutzt, bekommt Early Access.
Die große Frage bleibt: Sind wir wirklich bereit, wichtige Aufgaben an KI-Agenten zu delegieren? Oder ist "Computer" nur der nächste Hype, der in sechs Monaten vergessen ist? Die nächsten Wochen werden zeigen, ob Perplexity den AI-Agent-Markt aufmischen kann.