Senator warnt: Weiße-Haus-Insider kassieren bei Kriegswetten auf Iran
"Der Iran-Krieg befeuert eine neue Art von Korruption": Senator Chris Murphy (Demokrat, Connecticut) schlägt Alarm. Große Wetten auf Prediction Markets wie Polymarket und Kalshi wurden offenbar Stunden vor den US-Angriffen auf Iran platziert.
"Es sieht so aus, als hätten sechs große Wetten kurz vor den Militärschlägen profitiert", sagte Murphy in einem Video auf X. "Das ist widerlich. Wir müssen das verbieten."
Der Verdacht: Personen mit Insiderwissen über militärische Entscheidungen haben auf Kriegsereignisse gewettet – und gewonnen. Das wäre nicht nur moralisch fragwürdig, sondern potenziell auch illegal.
Die Prediction-Market-Branche boomt seit der Deregulierung unter Trump. Kalshi und Polymarket bieten Wetten auf alles an – von Wahlergebnissen bis zu geopolitischen Konflikten. Jetzt zeigt sich die dunkle Seite.
Murphy fordert ein komplettes Verbot von Wetten auf Krieg und militärische Aktionen. "White House Officials, die heimlich an Kriegswetten verdienen – das ist der Inbegriff von Korruption."
Die Betreiber der Plattformen schweigen bisher. Aber die Frage bleibt: Wenn man auf den Verlauf eines Krieges wetten kann – wer profitiert dann wirklich?