Polymarket entfernt Atomwaffen-Wettmärkte nach massivem Backlash

Polymarket entfernt Atomwaffen-Wettmärkte nach massivem Backlash

Polymarket hat seine kontroversen Wettmärkte zu Atomwaffendetonationen gelöscht. Der Markt mit dem Titel "Nuclear weapon detonation by...?" hatte über $838.000 Handelsvolumen angezogen – und einen Shitstorm ausgelöst.

Die Frage war simpel und verstörend: Wann wird die nächste Atombombe gezündet? Nutzer konnten auf verschiedene Zeiträume wetten – März, Juni, vor 2027. In Zeiten eines heißen Nahost-Konflikts fanden viele das geschmacklos.

Auf Social Media hagelte es Kritik. Der Vorwurf: Polymarket profitiere von Angst und spekuliere auf menschliches Leid. Prediction Markets seien für Wahlen und Wirtschaftsprognosen gedacht – nicht für Massenvernichtungswaffen.

Die Plattform reagierte ungewöhnlich schnell und archivierte die Märkte. Normalerweise verteidigt Polymarket seine "Information Markets" als neutrale Prognosewerkzeuge. Diesmal überwog offenbar der öffentliche Druck.

Das Timing war ungünstig: Mitten in der Iran-Krise, während Menschen real um Eskalation fürchten, Geld auf Atomschläge zu setzen – selbst für hartgesottene Krypto-Degens war das too much.

Die Debatte bleibt: Wo liegt die Grenze bei Prediction Markets? Wahlergebnisse? Aktienkurse? Kriegsausgänge? Und wer entscheidet, was zu weit geht? Polymarket hat heute zumindest eine Linie gezogen – wenn auch erst nach massivem Druck.