Trump verbietet Anthropic – aber USA nutzt Claude für Iran-Angriffe

Trump verbietet Anthropic – aber USA nutzt Claude für Iran-Angriffe

Die Ironie könnte kaum größer sein: Nur Stunden nachdem Donald Trump per Truth Social ein Verbot von Anthropic für alle US-Behörden ankündigte, nutzte das Pentagon genau diese KI für Luftangriffe im Iran.

Trump bezeichnete Anthropic als "linke Spinner" und ordnete an, den Einsatz von Claude in der Regierung "sofort einzustellen". Hintergrund ist ein wochenlanger Streit: Das Pentagon wollte die Nutzungsbedingungen ändern, um "alle legalen Einsatzzwecke" zu erlauben – inklusive autonomer Waffensysteme und Massenüberwachung.

Anthropic weigerte sich. CEO Dario Amodei traf sich noch diese Woche mit Verteidigungsminister Pete Hegseth, konnte aber keine Einigung erzielen. Stunden später rollten die ersten Angriffe mit Claude-Unterstützung.

Laut Wall Street Journal nutzte das Militär Claude für Geheimdienstanalysen und Zielidentifikation bei den Samstags-Angriffen auf Iran. Die KI läuft über Palantir und Amazon-Systeme für klassifizierte Arbeit.

Ein sechsmonatiger Übergangszeitraum soll Zeit für Verhandlungen geben. Unterdessen unterzeichneten hunderte Mitarbeiter von OpenAI und Google einen offenen Brief zur Unterstützung von Anthropics Position. Selbst Sam Altman nannte autonome Waffen eine "rote Linie" – allerdings erst intern, nach dem Eklat.