Großbritannien: Labour-Politikerin fordert Verbot von Krypto-Parteispenden

Großbritannien: Labour-Politikerin fordert Verbot von Krypto-Parteispenden

In Großbritannien wächst der Druck, politische Spenden in Kryptowährungen zu verbieten. Labour-Abgeordnete Rushanara Ali, ehemalige Staatssekretärin im Wohnungsministerium, bezeichnet Crypto-Donations als "Einfallstor für ausländische Einmischung in unsere Demokratie".

Ali arbeitete am Wahlgesetz der Regierung mit und kennt die Lücken. Das Problem: Krypto-Spenden sind schwer nachzuverfolgen. Während traditionelle Bankspenden eine klare Papierspur hinterlassen, können Crypto-Transfers über anonymisierte Wallets oder Mixer laufen.

Der Guardian berichtet, dass mehrere Abgeordnete parteiübergreifend einen kompletten Ban unterstützen. Die Sorge: Feindliche Staaten oder ausländische Interessengruppen könnten britische Parteien über Krypto-Spenden beeinflussen, ohne Spuren zu hinterlassen.

Befürworter von Krypto-Spenden argumentieren, dass ein Verbot Innovation behindert und legitime Spender bestraft. Die Blockchain sei schließlich transparent – wer sucht, findet die Transaktionen. Aber die Zuordnung zu realen Identitäten bleibt das Problem.

Die Debatte kommt zu einem heiklen Zeitpunkt. In den USA haben Krypto-PACs Millionen in den Wahlkampf 2024 gesteckt. Großbritannien beobachtet genau, ob ähnliche Dynamiken über den Atlantik schwappen – und will offenbar präventiv reagieren.