Abgeschmettert: Richter wirft Musks Klage gegen OpenAI raus
Elon Musks xAI hat vor Gericht eine Klatsche kassiert: Eine Bundesrichterin hat die Klage wegen angeblichen Diebstahls von Geschäftsgeheimnissen gegen OpenAI abgewiesen. Das Urteil? Nicht genug Fakten.
Richterin Rita F. Lin begründete ihre Entscheidung damit, dass xAI zwar viel über das Verhalten ehemaliger Mitarbeiter spekuliert – aber nicht ausreichend belegt hat, dass OpenAI selbst in irgendeinen Diebstahl verwickelt war. Die Klage richtete sich gegen OpenAI als Unternehmen, nicht gegen Einzelpersonen.
OpenAI reagierte prompt: "Wir begrüßen die Entscheidung des Gerichts. Diese unbegründete Klage war nie mehr als eine Ablenkung." Ein klarer Seitenhieb gegen Musk, der OpenAI seit seinem Ausstieg aus dem Board regelmäßig kritisiert.
Die Tür bleibt allerdings offen: Die Richterin erlaubte xAI, die Klage zu überarbeiten und erneut einzureichen. Ob Musk das tut, ist unklar. Bisher hat er vor allem auf Twitter gegen OpenAI gewettert – vor Gericht sieht es weniger gut aus.
Der Hintergrund: xAI wirft OpenAI vor, Mitarbeiter abgeworben zu haben, die angeblich Firmengeheimnisse mitgenommen haben. Im hart umkämpften KI-Markt sind solche Talentkriege normal – aber der Beweis, dass dabei Gesetze gebrochen wurden, fehlt offenbar.
Für OpenAI ist das ein Etappensieg im Dauerkonflikt mit Musk. Für xAI ein Rückschlag. Und für den Rest der Branche ein Reminder: Im KI-Rennen wird nicht nur mit Modellen gekämpft, sondern auch mit Anwälten.